Diagnose von Hämorrhoiden

Hämoriden treten außen am After und innen im Darm nahe dem Ausgang auf. Für Mediziner ist es daher leicht, Hämorrhoiden als solche sicher zu erkennen. Nach der Befragung des Patienten werden die deutlichen Anzeichen für Hämorrhoiden wie Blut im Stuhl und Juckreize genannt. Der erfahrene Mediziner muss nun ausschließen, dass nicht noch zusätzlich andere Ursachen diese Beschwerden ausgelöst haben. Da jeder Mensch, der einmal Blut im Stuhl hat, sofort große Ängste bekommt, ist es nicht schwer dieser Person von der Notwendigkeit einer umfangreichen Untersuchung zu überzeugen. Eine komplette Darmuntersuchung, die neben Hämorrhoiden auch alle anderen Möglichkeiten untersucht, ist am wirkungsvollsten mit einer Darmspiegelung zu erbringen. Unter Umständen ist diese Methode zuzahlungspflichtig. Doch hier sollte das Sicherheitsbedürfnis die Sparsamkeit besiegen.

Als Symptome sind Juckreiz, helles Blut im Stuhl, Brennen und Schmerzen nach dem Stuhlgang bei Hämorrhoiden bekannt. Alle diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hindeuten. Ein Juckreiz kann durch ein Ekzem im Analbereich verursacht werden. Diese Entzündung begleitet oft Hämoriden, kann daneben noch durch weitere Krankheitsbilder verursacht werden. Schwitzen und starke Behaarung am After können die Ursache sein. Bisweilen bilden sich nach Thrombosen kleine Hautlappen, die ähnliche Symptome zeigen, sind aber unschädlich. Dies gilt auch für warzenähnliche Gebilde. Treten beim Stuhlgang sehr starke Schmerzen auf, können neben Hämorrhoiden die Analfissuren ausschlaggebend sein. Sie schmerzen stärker wie Hämorrhoiden, bluten aber genau wie diese hell. Entzündungen können Abszesse hervorrufen, die im Darm den Stuhlgang erschweren.

Schließlich ist der Darmkrebs zu nennen, der sich oft nicht zu erkennen gibt. Die Tumore sitzen an der Wand im Darm und wachsen rasant. Nur manchmal kommt es zu Blutungen. Hat der Tumor nach etwa 15 Monaten eine enorme Größe erreicht, bildet er meist Metastasen. Wenn Blut im Stuhl festgestellt wird, sollte eine Tumoruntersuchung immer angestrebt werden. Ein früh erkannter Darmkrebs kann meist erfolgreich therapiert werden. Ein zu spät erkannter Tumor ist meist tödlich.

Untersuchung von Hämorrhoiden

Neben der Darmspiegelung, die alle Bereiche des Darms nach Fehlbildungen untersucht, wird bei Verdacht auf Hämorrhoiden das Protoskop herangezogen. Diese Afterspiegelung wird mit einem dünnen Rohr durchgeführt, wobei der Kanal des Afters und die Schleimhaut nach Hämorrhoiden untersucht werden. Die ungewohnte Behandlung kann etwas unangenehm sein, ist dagegen schmerzfrei. Für den behandelnden Arzt ist diese Methode eine alltäglich Routine, die keine Risiken beinhaltet. Weitere Untersuchungen an Hämoriden sind Abtasten durch den Arzt, was ebenfalls nicht mit Schmerzen verbunden ist. Bei diesen Methoden können auch Fistel und Ekzeme, die sich in der Nähe des Afters befinden erkannt werden.

Lediglich Bereiche, die weiter im Darm liegen müssen meist mit einer Darmspiegelung untersucht werden. Vor dieser Methode muss heute kein Patient mehr Furcht empfinden, da die Schläuche für die Kamera und die Werkzeuge mit diesen dünner geworden sind. Untersuchungen im Darm und am After lösen eher Scham und Unsicherheit aus als Schmerzen. Das sollte allerdings kein Hinderungsgrund sein, um eine notwendige Untersuchung abzusagen. Hämorrhoiden sind relativ harmlos, doch können sie nur eine von mehreren Ursachen von Beschwerden im Analbereich sein. Die spät erkannten Hämorrhoiden haben den Nachteil, dass sie meist ohne eine Operation nicht beseitigt werden können. Früh erkannte Hämorrhoiden hingegen können sanft behandelt werden.

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